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Kooperation mit Multiple choice transmediale Sequenzen,
initiiert von dem Choreographen Fabian Chyle. In unterschiedlichen
Veranstaltungen werden Grenzbereiche von Performance, Tanz und Bildender
Kunst bespielt sowohl im virtuellen wie im realen Raum.
Am 5. und 6. November 2005 gab es nach der Kulturnacht die
zweite konzertierte Aktion mit Multiple Choice: "Büro
Schmidt - Studio für digitalisierte Persönlichkeitskonstruktion
II", interaktive Videoinstallationen von und mit Alexander
Schmidt. Vor dem Hintergrund des von Multiple choice focussierten
Themenkomplexes Identität und Wahrnehmung im Spannungsfeld
von Virtualität und Realität konnte man sich eine neue,
digitale Identität erstellen lassen und als brandneues Selbst
auf einer Video-DVD mit nach Hause nehmen. Auf das virtuelle Raumgefühl
folgte zum Abschluß das reale mit einer gemeinsamen Video-,
Tanz- und Musikperformance von Nikola Lutz, Fabian Chyle und Alex
Schmidt.
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Multiple choice (mit Fabian
Chyle und Claudia Senoner) bespielte parallel zwei Orte mit Video
- und Liveperformances "Unica revisted" am 22. Oktober
zur Stuttgarter Kulturnacht: Das Atelier Hohnerstraße am MKI-Gelände
in Feuerbach und hier die WUNDERKAMMER im Bohnenviertel.
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9.9. - 14.10.2005
Daniela Ehemann (Berlin)
"Misstraue der Idylle"
Raum-Installation
Die Berliner Künstlerin Daniela Ehemann interpretiert
das Medium Zeichnung mit bildhauerischen Mitteln. Insbesondere durch
den Einsatz der Materialien Stahl und Kohle sowie durch das Spiel
mit dem Schatten wird bildhauerisches Vokabular dem Medium Zeichnung
gegenübergestellt: Oft führen Metalllinien in den Raum,
die durch Licht bestrahlt, ihren Schatten an die Wände werfen
und ein lineares Objekt formen, dessen Präsenz zwischen Zwei-
und Dreidimensionalität oszilliert.
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21.6. - 16.8.2005
Gabriele Horndasch
"Guckkasten"
Fotoinstallation
Die im Rahmen des "Fotosommer Stuttgart" gezeigte Fotoinstallation
der Düsseldorfer Filmemacherin, Fotografin und Zeichnerin setzt
auf filmische Elemente, auf Bewegungsmomente. Die beiden filigranen
Leuchtkästen in der Raummitte lassen denn auch mindestens zweierlei
erkennen: der Mensch in der Bewegung verharrt eigentlich in
unendlichem Schwebezustand und: 'Frau Horndaschs Gespür für
Schwerkraft'.
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Zum Internationalen Museumstag am 8.Mai von 11-17 UHR sowie an
den folgenden Dienstagen (Jour fixe) im Mai und Anfang Juni jeweils
von 17-20 Uhr
"Historische Wunderkammern - Wurzeln der modernen Museen
?"
Veranstaltungsreihe bzw. Führungen rund um den Internationalen
Museumstag. Die Stuttgarter WUNDERKAMMER erinnert in einer Anmutung
als 'Studiolo' an die Ursprünge, außerdem Bilder, Objekte
und Informationsmöglichkeiten von Buch bis Power point.
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15.3. - 24.4.2005
Boris Nieslony
"Das Paradies" - Dem Sehen voraus
Von der sich seit 1980 ständig erweiternden
Skulptur/Installation Paradies des Kölner Performancekünstlers
und Kunsttheoretikers Boris Nieslony ist in Ausstellungen jeweils
immer nur ein Fragment zu sehen. Und doch kulminieren in diesen
Ausschnitten theoretische, skulpturale und visuelle Elemente des
täglichen Lebens. Die Skulptur hat ihren Ausgangspunkt in einer
'Versuchsanordnung': auf der Ebene eines Tisches wuchs/wächst
ein sich ständig ausbreitender Organismus über Stufungen
und Schichtungen in den Raum: Das Paradies ist ein Labor des Sehens,
des Blicks und als ausgewähltes sichtbares Fragment eines Ganzen
"Träger momentaner Bedeutung", so Nieslony.
In Kooperation mit dem im Stuttgarter Künstlerhaus
hielt Boris Nieslony am 26.4. einen Vortrag über seine Arbeit
als interdisziplinärer Netzwerker:
"Aus der allgemeinen Relativitätstheorie folgt, daß
das Schicksal des Paradieses von seiner Geometrie abhängt.."
(B.N. 1986)
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15.2. - 10.3. 2005
Thorsten Hallscheidt
"Nicht hier, nicht jetzt"
Computerinstallation
Der Karlsruher Medienkünstler Thorsten Hallscheidt nutzt die
WUNDERKAMMER, um den realen Raum weiterzudenken, ihn zu konterkarieren,
zu entgrenzen - ihm virtuell poetische Erfindungen anderer, denkbarer
Räume entgegenzustellen. Die WUNDERKAMMER ist lediglich Ausgangspunkt,
ist Generator von Bildern und Assoziationen, die erst durch die
Existenz des spezifischen Raums entstehen bzw. durch die Gebundenheit
der Betrachter an diesen Ort. Zwar ist die Kammer konkreter Schauplatz
eigentlichen Hier-Seins, die 'Bilder der Ausstellung' jedoch entwickeln
sich, computeranimiert, jeweils im Kopf: dem eigentlich Sammlungsort.
Auch in dieser Interpretation des Wunderkammer-Phänomens tritt
die allseits geläufige Dimension des Kuriosen hinter den Prozess
der Weltaneignung bzw. ihrer Wahrnehmung zurück.
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5.11. 2004 - 21.1. 2005
Ira Marom
"Brennend und doch nicht verzehrt"
Sand-Media-Installatation
In einer kombinierten Installation aus per Beamer
projiziertem Kerzenlicht, einem von ihm entwickelten Laserdruckverfahren
wodurch in diesem Falle das Bild von brennenden Kerzen ohne
'Nahrung' auf eine fragile Sandfläche übertragen und grell
beleuchtet wird und einer realen, wiederum separat beleuchteten
Spiegelung treffen 'kaltes' und 'warmes' Licht aufeinander.
"Es geht, so Marom, um die subtile Ausstrahlungsqualität
der Kunstsprache, die immer wieder als scheinhaft missbraucht wird."
Die Wunderkammer in einer ihrer historischen Wurzeln stellt für
ihn ein "Paradebeispiel für den Aufbau einer facettenreichen
Fiktion" dar, "mit der sich einst der Adel schmückte".
Dieser wie auch immer gearteten Fiktion aber durfte und dürfe
sich die Kunst niemals unterordnen, denn nur sie selbst kann der
Generator von Fiktionen sein; nur sie selbst kann den Status ihrer
Aussagekraft bestimmen. Die mehrfache, dreidimensionale Brechung
seiner Arbeit "Brennend und doch nicht verzehrt" vermittelt
im ersten Moment den Anschein, als werde der fiktionale WUNDERKAMMER-Raum
"zum glorifizierten Präsentationswerkzeug überhöht
und das Objekt selbst in eine fast kosmische Qualität eingebunden"
- aber letztlich ist der Kreislauf selbstreferenziell und den Betrachtern
bleibt nur die Position im Schatten des Kunst-Lichtes".
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foto: e.weible,
köln
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